Stephanie von Below
Stephanie von Below

Durch die Corona-Zeit und andere Krisen – Impulse von A bis Z: H

Artikel vom: Dienstag, 30. Jun 2020 - Antworten

H – Hilflosigkeit

Hilflosigkeit ist ein unbequemes Gefühl nicht nur in der Corona – Zeit. Und sie hat viele Facetten und Seiten. Wir können uns im Kontakt mit einem anderen Menschen als hilflos erleben oder selber von einem tiefen Gefühl der Hilflosigkeit erfüllt sein. Auf den ersten Blick scheint das eine wenig mit dem anderen zu tun zu haben.

Doch was Hilflosigkeit in den wenigsten Fällen verträgt, ist das Angebot von Hilfe. Egal ob sie uns im Kontakt mit einem Gegenüber begegnet oder in uns selbst, sie braucht Begegnung, die frei von Tipps, Ratschlägen und der Suche nach dem „Guten im Unglück“ ist.

Auch wenn Hilflosigkeit nach Hilfsangeboten zu schreien scheint, so braucht sie doch erst einmal etwas ganz anderes: Sie braucht Respekt, Wertschätzung und Zeit, damit sich wieder Sinn entwickeln kann.

Radikaler Respekt für Hilflosigkeit

  • Wieviel tiefen Respekt können Sie einem Menschen, dem Sie hilflos in seiner Hilflosigkeit begegnen, gegenüber aufbringen?
  • Und wieviel Respekt haben Sie für Ihre eigenen Gefühle der Hilflosigkeit?
  • Wie sieht es aus mit Ihrer Geduld für sich und für andere Menschen, wenn eine Woche vergangen ist? Und wenn zwei Wochen, wenn drei Wochen verstrichen sind?

Was erwarten wir, wenn wir verzweifeln und doch noch zu einem Menschen gehen?

„Wohl eine Gegenwärtigkeit, durch die uns gesagt wird, dass es ihn dennoch gibt, den Sinn.“

M. Buber


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